Pflanze des Monats

November – Alpenveilchen

In diesem tristen November unseres Missvergnügens (Wetter plus Lockdown) schenkt dieses anmutige Pflänzchen mit seinen hauchzarten Blüten wie aus feinstem Porzellan doppelte Freude. Das Alpenveilchen (Cyclamen), eine Knollenpflanze, ist ein Universalist für drinnen und draussen und vor allem in noblem Weiss stets ein Hingucker. Gute Laune bescheren knalliges Pink, Violett oder Rosa. Doch Vorsicht, es gibt viele verschiedene Arten und man sollte sich vorher schlau machen und überlegen, wo die fragile Schönheit stehen soll. Zahlreiche Arten der marktüblichen Sommer-, Herbst- und Vorfrühlings-Alpenveilchen für den Garten vertragen selbst ohne Winterschutz Temperaturen bis –25 Grad. Andere Frostempfindliche hingegen brauchen unbedingt Winterschutz, also Bedeckung mit Komposterde, Laub, Reisig oder Hülle aus Jute. Oder man stellt sie an an einen frostfreien Platz drinnen, wo man sie dennoch im Blick hat, z. B. als Augenweide in einem ungeheizten Durchgang oder Flur. Am besten dann nicht mehr düngen und gießen. Ein Sensibelchen wie das Zimmer-Alpenveilchen sollte man, bevor es draußen schlapp macht, rechtzeitig rein ins Warme holen. Sehr dekorativ und harmonisch ist ein Duett, noch grandioser eine ganze Reihe in gleichen Töpfen. Im Frühjahr nach dem Frost kann man es dann zur Frischluft-Kur in den Garten schicken. Alpenveilchen im Topf werden nach der Blüte im April nicht entsorgt, sondern an schattigem Platz in den Garten gepflanzt, wenig gegossen und gedüngt und blühen dann mit Glück im Winter erneut. Das Gießen ist bei dieser zarten Schönheit so eine Sache: zu viel ist ebenso schädlich wie zu wenig. Also Ausprobieren! Am besten dann gießen, wenn die oberste Erdschicht trocken ist, aber die Knolle mit ihren Wurzeln darf auch nicht völlig trocken sein. Doch wer so hinreissend ist, darf auch besondere Zuwendung verlangen! Anzeige - Albrecht Hoch