Januar – Efeu

Ein unverzichtbarer Begleiter in unseren Gärten ist der gewöhnliche Efeu (Hedera Helix), der gerade anfängt, seinen attraktiven Schmuck zu zeigen: die violetten, fast schwarzen Kugeln aus vielen kleinen erbsengroßen Beeren. Ein Grund mehr, die Schlingpflanze, die zur Familie der Araliengewächse gehört, im Garten zu pflanzen. Denn bei manchen ist Efeu gefürchtet ob seines rasanten Wuchses: als einziger heimischer Wurzelkletterer kann er Distanzen bis zu 30 Meter hoch oder lang erklimmen mit seinen Haftwurzeln. Aber darüber klagt nur, wer die immergrüne Schönheit nicht mit der Heckenschere in Schach hält. Gerade wegen dieser Kletter- und Haft-Künste ist Efeu eine wunderbare Pflanze, die häßliche Ecken sanft und natürlich kaschiert und an Bäumen, Pergolen und Torbögen malerisch-romantischen Touch schenkt. Obendrein ist Efeu ein guter und gemütlich wirkender Schutz für Haus-Fassaden (wenn er richtig angebracht ist). Efeuberankte Wände sind wichtiger geschützter Lebensraum für viele wärmeliebende Insektenarten und Vögel, Zaunkönig, Bachstelze, Sperling und manche Eulenarten, nutzen ihn als Nistplatz. Das herzförmig zugespitzte Laub, oft fein weiß marmoriert, besitzt schönen Glanz und die grüngelben Blütendolden spenden als einer der wenigen Herbstblüher wertvollen Nektar für Wespen, Käfer, Fliegen und Bienen. Efeu liebt zwar eher den Schatten, gedeiht aber auch in voller Sonne, ist unglaublich robust, anspruchslos, wächst auf fast allen lockeren, humosen Böden (außer Torf), liebt luftfeuchtes Klima, verträgt aber auch Hitzeperioden – bislang jedenfalls. Die dekorativen Frucht-Kugeln, die sich nun schwarz färben, sind auch aparte Zugabe in einem Blumenstrauss. Also, keine Angst vor Efeu, solange man ihn nicht ungehindert wuchern lässt. Und „erwürgt“ hat Efeu noch keinen Baum, es nutzt ihn lediglich als Kletterhilfe. Anzeige - Albrecht Hoch