Juli – Frauenmantel

Jetzt im Juli gibt der Frauenmantel alles und zeigt seinen hinreißenden, typischen Blütenschmuck: hauchzarte Rispen in einem feinen Limonengelb, die wie kleine Schaumkronen oder Schleier über den Blättern schweben. Ach, die Blätter, mindestens ebenso schön, in ihrem erst froschgrünen, später dunkelgrünen Laub und dieser einmalig originellen Form. Jedes der weichen Blätter ist wie ein winziges Cape, in dem sich Tropfen und Tau fangen. Vielleicht für Miniatur-Feen? Daher auch der Name Frauenmantel (Alchemilla mollis). Diese Blattschmuck-Staude ist ein Universalbegleiter im Garten und macht überall Bella Figura: als Begleiter und Einfassung von Wegen und Rabatten, als Lückenfüller zwischen höheren Stauden und natürlich als wunderbare Partnerin für Rosen, wo ihre luftig-fragilen Blütenwolken mit feinem Tanz die Königin der Blumen umspielen. Diese Blütenrispen sind auch aparter Schmuck in der Vase und für Trockensträuße. Da sich Frauenmantel sehr gerne üppig selbst versamt, sollte man die Blütenrispen rechtzeitig schneiden, falls man dies nicht möchte. Ansonsten ist die Staude robust, anspruchslos, gedeiht in Sonne ebenso wie Halbschatten. Sie gehört zur Familie der Rosengewächse, die ursprüngliche Heimat der Wildstaude ist Rumänien, Türkei, Georgien und Iran. Als schmückende Zierpflanze hat sie sich – auch als Heilmittel gegen zahlreiche Krankheiten geschätzt – seit langem in unseren Gärten etabliert. Ein Klassiker und Allrounder, der zu jedem Stil – ob Cottagegarten, minimalistischer oder naturnaher Garten – passt. Anzeige - Albrecht Hoch