März – Hyazinthe

Der in diesem Jahr sehr frühe Frühling lockt sie aktuell schon ans Licht, die herrlichen Hyazinthe. Diese prachtvolle Exotin macht den Frühling perfekt, mit ihren artifiziellen traubigen Blütenständen und dem durchdringend süßlich-würzigen Duft. Die Zwiebelpflanze gehört übrigens – hätten Sie’s gewusst? – zu den Spargelgewächsen. Seit dem 16. Jahrhundert ist sie in Westeuropas Gärten als exquisite Zierpflanze heimisch. doch ihre ursprüngliche Heimat ist der Orient, von der Türkei über Syrien und Iran bis Israel. Heute gibt es durch zahlreiche Züchtungen das gesamte Farbspektrum des Regenbogens, von noblem weiß über kräftiges Blau, Rot und Violett bis zu vielen zarten Pastelltönen. Und alle harmonieren unter- und miteinander, man kann sich also ein herrlich kunterbuntes Frühlingsbeet mixen. Ideale Partner sind andere Zwiebel-Frühlingsboten wie Narzissen und Tulpen, Vergissmeinnicht und Stiefmütterchen. Hyazinthen brauchen viel Sonne und einen gut drainierten, humusreichen lockeren Boden. Bei zu schwerem Boden tut eine Sandschicht unter der Zwiebel gute Dienste. Einmal eingelebt, blüht sie über Jahre hinweg zuverlässig, allerdings kann der Blütenstand lockerer werden und nähert sich damit wieder der ursprünglichen Wildform an. Der Name entstammt der griechischen Mythologie: der schöne Jüngling Hyakinthos wurde versehentlich von Gott Apollo getötet. Worauf der trauernde Gott die Blutstropfen in Blumen verwandelt – so wunderschön wie der Jüngling. Welch eine berührende Geschichte, die dieses kleine Juwel umhüllt. Ein Grund mehr, sich jetzt an ihr zu erfreuen. Und ruhig mal vor ihr in die Knie gehen, um den unverwechselbar intensiven Duft zu genießen. Anzeige - Albrecht Hoch