April – Magnolie

Und ist der Garten noch so klein, eine Magnolie muss sein! Sie passt selbst in den winzigsten Vorgarten und macht ihn damit zur Blütezeit zu einem Zauberreich. Hier eignet sich vor allem eine kleinwüchsige Art, die Stern-Magnolie (magnolia stellata), die als weiß blühende Blüten Wolke zum Hingucker wird. Daher sollte sie, wie eigentlich alle Magnolien, als Solistin einen besonderen Platz im Garten haben. Die Magnolie gilt generell als die Königin unter den Frühlings-Gehölzen. Anmut, exotisches Flair und fragile Blütenträume vereint sie. Ihre großen Blütenschalen strahlen in reinstem Weiss, changieren in hellrosa und purpur bis zu dunklem violett, manche Sorten leuchten gar in gelb! Nach der grandiosen, aber leider kurzen Blütezeit besticht sie mit interessantem Habitus, schönem Laub und etliche Sorten sind sogar immergrün. Wie jede Diva ist sie kapriziös, zimperlich bei Frost und Winterhärte. Eine einzige Spätfrostnacht kann die ganze Blütenpracht zerstören – aber das muss man halt riskieren. Die Heimat der Exotin ist Ostasien, 1780 brachte der englische Pflanzenjäger Joseph Banks die ersten Lilien-Magnolien (Magnolia denudata) nach Europa. Zuerst wurden sie bestaunt in Botanische Gärten und danach kamen sie als  unverzichtbare Zierde in unsere Gärten und Parks. Aus einer Kreuzung entstand vor 200 Jahren die Tulpen-Magnolie (Magnolia x soulangeana), die bis heute beliebteste Art mit zahlreichen Sorten. Neben den begehrten frühlingsblühenden Magnolien gibt es übrigens auch sommerblühende Magnolien, so kann man die Blütenpracht also verlängern. Und etliche dieser Varianten duften sogar intensiv.

Anzeige - Albrecht Hoch