Mai – Flieder

Was wäre der Monat Mai ohne den Duft von Flieder? Für mich nur der halbe Genuss! Erinnerung an Kindheitstage, an den Garten der Großeltern ruft er hervor. Damals gehörte mindestens ein Fliederbusch in jeden Garten. So allmählich geriet das wunderbare Gehölz jedoch aus der Mode, galt als altmodisch. Genau diesen nostalgischen Touch schätzen aber jetzt wieder viele auch junge Gartenbesitzer, abgesehen vom betörenden charakteristischen Duft. Der einfache Bauernflieder (Syringa vulgaris) gehört schon seit 1565, als ein österreichischer Gesandter ihn aus der Türkei mitbrachte, in die Gärten Mitteleuropas. Die trichterförmigen dichten Blütenrispen bestechen durch Violett-und Purpur-Nuancen von kräftig bis zu hellstem Pastell, edel wirkt schneeweißer Flieder. Durch Züchtungen vor allem durch die Firma Lemoine in Frankreich entstanden viele veredelte Sorten, besonders prachtvoll sind die Gefüllten. Flieder ist ein Sonnenanbeter und schätzt nährstoffreiche, aber auch trockene Böden. Frisch vom Strauch hält sich die Schönheit in der Vase leider nur sehr kurz, also unbedingt einen Fliederbusch neben den Sitzplatz im Garten pflanzen. Am schönsten wäre gleich eine ganze Hecke – da wird man geradezu besoffen vom intensiv-süßlichen Aroma.

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