Mai – Blauregen

Claude Monet ist wohl an allem schuld. Als er in seinem Normandie-Paradies in Giverny am Seerosen-Teich eine Brücke schuf und sie mit einer weißen Wolke, wie schäumende Gischt, von Blauregen umschlingen ließ. Ein ikonisches Motiv, seitdem treibt uns die Sehnsucht, diese eleganten hauchzarten Rispen an Pergola oder Hauswand zu besitzen. Blauregen (Wisteria) oder Glyzine gibt es, entgegen dem Namen, nicht nur in hinreißenden Varianten von Blau, sondern auch in elegantem Weiss sowie Rosé, Violett oder Blau-violett. Viele Blütenrispen changieren innerhalb dieser Farbskalen, alle wiegen sich leicht beim kleinsten Windhauch und bringen einen exotischen Hauch in jeden Garten. Schließlich stammen die meisten Sorten aus Japan, China oder – wenige – aus Nordamerika. Japanischer Blauregen (W. floribunda) wächst rechtswindend und die Blüten sprießen die Blüten zusammen mit dem Laub-Austrieb. Beim Chinesischen Blauregen (W. chinensis) dagegen erscheinen zuerst die Blütenrispen, dann das Laub, in hauchzartem Grün und feingefiedert. Der Amerikanische Blauregen (W. frutescens) erblüht erst im Juni- Juli, ist ebenfalls rechtswindend und wächst langsamer als die asiatischen Sorten. Generell ist Blauregen eine stark schlingende Kletterpflanze, sie schraubt sich lianengleich in enorme Höhen und sollte durch Metallgerüste gelenkt werden. Regelmäßiger Schnitt ist ebenfalls empfehlenswert, die Pflanze belohnt es mit noch mehr Blüten. Um diesen Blütenreichtum zu genießen, sollte sie einen windgeschützten, vor allem aber möglichst sonnigen Platz bekommen. Neben der attraktiven Optik bezaubert diese Rank-Gigantin obendrein mit betörend intensivem, süßlichen Duft. Einfach unverzichtbar – und wer keinen Garten hat: Blauregen gedeiht auch als Hochstamm im Kübel. Anzeige - Albrecht Hoch