Oktober – Japanisches Federborstengras

Unter den zahlreichen Gräsern, die uns den Herbst erträglicher machen,
ist das Japanische Federborstengras (Pennisetum alopecuroides) mit das anmutigste. Markant sind die rotbraunen bis silbrigfarbenen Ähren, die sich über den schmalen schilfgrünen Blättern erheben. Manchmal neigen sie sich in graziösem Bogen leicht hinunter, wippen zart beim leichtesten Windhauch. Diese Ähren sind flaumweiche walzenförmige Blütenstände, die an Bürsten erinnern, daher ist auch der Name Lampenputzergras geläufig. Das winterharte Gras stammt ursprünglich aus Asien und Australien und gehört zur Familie der Süßgräser mit über 80 Arten. Mittlerweile gibt es von diesem Ziergras zahlreiche Sorten, die alle den Garten bereichern. ’Moudry’ besitzt auffallend bronzegrüne Blätter, ’Japonicum’ besticht mit einer Höhe von rund 120 Zentimeter und weißen, flaumigen Blütenspitzen. Dekorativer Lückenfüller hingegen ist die Zwerg-Sorte ’Little Bunny’ mit gerade mal 30 Zentimetern. Dazwischen liegt die Sorte ’Hameln’ (bis zu 80 cm), deren gelb-braune Blütenwalzen sich jetzt goldgelb färben. In großen Tuffs gepflanzt, lassen sich damit graziöse, schwingende Effekte erzielen. Diese Gräser sind Blickfang als große alleinstehende, ausladende Horste, eignen sich aber auch wunderbar als flauschige Weichzeichner zwischen anderen Stauden, ob Rosen, Japan-Anemonen, Astern oder Sonnenhüte. Die meisten Sorten brauchen etwas Sonne und durchlässigen Boden, sind winterhart und bilden daher vor allem bei Frost attraktive Szenerien. Also unbedingt im Winter stehen lassen, erst im Frühjahr zurückschneiden.

Anzeige - Albrecht Hoch