August – Spinnenblume

Manchmal fragt man sich wirklich, warum die schönsten Blumen so scheußliche Namen haben. So auch bei der Spinnenblume, sind Menschen, die Spinnen mögen, doch in der absoluten Minderzahl, auch wenn die meisten dieser Tiere nützlich sind. Nun denn, die Spinnenblume (Cleome spinosa) fungiert trotz ihres unangenehmen Namens mehr und mehr zur Favoritin in unseren Staudenbeeten. Dies verdankt sie vor allem ihrem Habitus: hohe, je nach Sorte bis zu 1,50 Meter lange Stängel mit fragilen, fluffig-traubigen Blütenständen. Die Farben sind kraftvoll wie die rote ‚Kirschkönigin‘, in elegantem weiss wie ‚Helen Campbell‘, sanftem rosa oder romantischem Violett-Flieder-Ton wie ‚Violettkönigin‘. Die Spinnenblume ist mit ihrer grazilen, luftigen Erscheinung eine Bereicherung für jede sommerliche Rabatte. Denn die südamerikanische Schönheit blüht und blüht und blüht, zuverlässig von Juli bis in den Oktober. Das heisst, wenn man ihrem Bedürfnis nach einem vollsonnigen Standort entspricht! Der Boden sollte mäßig nährstoffreich und nicht zu trocken sein. Sie paßt zu sehr vielen anderen Sommerstauden, eine besonders heitere Liaison ist die mit dem Argentinischen Eisenkraut (Verbena bonariensis), aber auch in Kombination mit Strauchrosen, Sonnenhüten, Gräsern und Dahlien ergeben sich interessante Szenerien. Auch in kunterbunten Blumensträußen versprüht die Blüten-Beauty ihren hinreissenden Charme. Es lohnt sich also, diese Exotin in den Garten zu pflanzen, vor allem in Bauern-, Prärie – und naturnahe Gärten – selbst wenn die Einjährige nur einen Sommer im Beet tanzt. Anzeige - Albrecht Hoch