Dezember – Der Weihnachtsbaum

Tanne oder nicht Tanne – das ist hier die Frage! Warum müssen wir eigentlich unbedingt einen Tannenbaum im Hause haben in diesen Zeiten? Noch dazu einen, der gefällt wurde? Jaja, echte Kerle lieben es, in die Weihnachtsbaum-Plantage zu stiefeln und den Kids zu zeigen, wie Papa die Axt schwingt. Braucht aber niemand mehr. Ich weiss, Spassbremse! Aber ehrlich, der abgeholzte Weihnachtsbaum zählt – Tradition hin oder her – aktuell zu den größten Sünden. Warum? Die beliebte Nobilistanne stammt meist gar nicht aus Deutschland, sondern Irland, Polen, Tschechien. Auch andere Weihnachtsbäume wachsen in fernen Ländern in Monokultur, oft eingehüllt in Pestizide. Der BUND fand 2017 in drei von vier Bäumen Pestizide. Obendrein immense Transportkosten, CO2-Verschwendung pur. Nur noch 15 Prozent der 28 Millionen allein in Deutschland verkauften Weihnachtsbäume kommen aus Waldbetrieben. Dabei gibt es gute Alternativen zu Nobilis- und Nordmanntannw: Kiefer, Fichte und die als Öko-Weihnachtsbäume mit entsprechenden Siegeln (Bio, Naturland, Bioland, FSC). Wie wäre es mit fairen Weihnachtsbäumen, denn: das Saatgut wird oft unter gefährlichen Bedingungen gewonnen (siehe FAIR TREE). Ein Plastik-Baum? Keine gute Idee, es sei denn, er wird mindestens sechsJahre oder noch länger verwendet. Zudem kommen die meisten aus Fernost, verbrauchten zur Herstellung fossile Rohstoffe, sind schwer zu entsorgen. Man kann einen Weihnachtsbaum auch mieten. Oder im Topf kaufen, nicht grösser als, 1,20 Meter, liebevoll pflegen und im Januar in den Garten pflanzen. Oder – wie hier im Park von Schloss Hellbrunn bei Salzburg – einen Laubbaum im Garten mit bunten Kugeln schmücken. Einen schöneren Blickpunkt draussen gibt es nicht! Kein Ärger mit nadelndem Baum im Haus, keine Angst vor Zimmerbrand, keine Entsorgungsprobleme – ach, es kann so einfach sein. FROHE WEIHNACHTEN – mit welchem Tannenbaum auch immer! Anzeige - Albrecht Hoch