August – Schafgarbe

Seit einigen Sommern sieht man sie vermehrt in Stauden-Rabatten, die Schafgarbe. Von der creme-weißen Wildform der Wiesen-Schafgarbe gibt es längst Züchtungen mit Blüten in wunderbaren Farben, von hellrosé über leuchtendes Pink bis dunkelviolett oder auch mehrfarbig. Als Muntermacher wirken die Sorten in leuchtendem Gelb wie Coronation ‚Gold‘ . Bei allen Sorten bestehen die Blüten aus vielen winzigen Einzelblüten, zu grazilen flachen Tellern geformt. Apart sind auch die äußerst fein gefiederten Blättchen. Ihr botanischer Name Achillea erinnert an den antiken griechischen Helden Achilles, welcher der Sage nach mit der Pflanze seine Wunden versorgte, einige Arten dienen immer noch als Heilpflanze. Sie ist in Europa und West-Asien zu Hause mit rund 100 Arten. Dank zahlreicher Züchtungen schenkt sie im Garten ein pointellistisch-flirrendes Bild voller Natürlichkeit. Die Schafgarbe gehört zu den Korbblütlern, es gibt sie niedrig (10 cm) oder bis zu einer Höhe von 150 cm. Man kann sie in lockeren Tuffs ins Beet setzen wie Hollands Superstar der naturalistischen Pflanzung, Piet Oudolf, gerne macht – in Deutschland im Gräflichen Park Bad Driburg (Nordrhein-Westfalen) zu bewundern. Aber den WOW-Faktor erzielt man, wenn man ein ganzes Beet damit füllt. So wie ich es jüngst auf der Landesgartenschau in Wittstock (Brandenburg) mit Entzücken entdeckte. Das Geheimnis: das große Rechteck erblühte aus einem fertigen Saat-Teppich, daher die bestechende Dichte. Bislang nur in England erhältlich, hoffentlich ganz bald auch bei uns (Brexit hin oder her). Damit die robuste sonnenliebende Schönheit noch viel mehr unseren Sommer bereichert.

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