November –
Reiher-Federgras

Zarter und ätherischer wiegt sich kaum ein Gras im Wind als das Reiher-Federgras (Stipa barbata). Es macht seinem Namen wahrhaft alle Ehre: wie silbrig glänzende Reiher-Federn schwingen sich die bis zu einem Meter hohen langen Halme mit den typischen Grannen sanft hin und her. Aus einem lockeren Horst ragen sie empor und hängen in elegantem Bogen leicht über, das verleiht ihnen diese transparente, schwebende Aura. Vor allem im November schenken sie der Morbidezza des herbstlichen Gartens eine noble Note, geradezu glänzend, wenn ein Quantum Sonnenlicht hindurch schimmert. Die Halme in Hochform stammen aus Mitteleuropa und Mittelasien und werden längst von Gartengestaltern geliebt, angefangen vom Deutschen, in den USA zum Gräser-Star etablierten Wolfgang Oehme bis zum derzeitigen „König“ der Naturgarten- und Gräser-Szene, dem Holländer Piet Oudolf. Das Reiher-Federgras gehört zur Gattung Stipa mit rund 300 Arten und braucht, wie fast alle seiner Verwandten, einen gut drainierten Platz mit möglichst viel Sonne. Aparte Partner gerade für den Spätherbst sind Herbst-Eisenhut mit seinen Blüten in magischem Blau, diverse späte kleinblütige Astern-Sorten, diverse Sorten von Kerzen-Knöterich oder die Hummelschaukel (Salvia uliginosa) mit ihren vielen winzigen Blüten in himmelblau. In Steppenpflanzungen werden die Horste des Reiher-Federgrases zu markanten Blickpunkten.

Anzeige - Albrecht Hoch