Februar – Hirschzungenfarn

Keine Pflanze sticht im Februar mit einem derart knalligen Grün so farbenfroh und frisch aus der Winter-Tristesse ins Auge. Der Hirschzungenfarn (Asclepium scolopendrium) ist ein immergrünes Kleinod und in vieler Hinsicht bemerkenswert. Da ist dieses selbst bei trübstem Wetter satte Froschgrün, manchmal auch Giftgrün seiner Blätter, mit dem dieser Farn auf sich aufmerksam macht. Bizarr geformt sind diese Blätter, botanisch korrekt: Wedel, in schmaler langer Zungenform. Wie glatt gewachst und ungefiedert stellen sie sich steif aufrecht und bilden einen winzigen eleganten Boden am oberen Ende. Ein perfekter Aufheller in kühlen, feuchten Steingärten und Hingucker für schattige Partien. Ideal ist lockere, humose Erde, eher neutral bis kalkhaltig. Schöne Partner sind andere Farne, Astilben, Silberkerze, Schaublatt und Funkien. Der Hirschzungenfarn kann als Auflockerung im Beet dienen oder attraktive Kulisse für kleinere Stauden davor. Er ist pflegeleicht, braucht in heißen Sommern aber genügend Feuchtigkeit, bitte regelmäßig wässern. Sollte das Rhizom mit seinen Blättern oberirdisch hingegen in strengen Wintern zurückfrieren, einfach mit Laub abdecken. Im Frühjahr treiben die Wedel in frischestem Grün wieder aus – allein das Entrollen der glänzenden feinen Wedel ist ein tolles botanisches Schauspiel. Der auch in Europa heimische Farn gedeiht bei uns in feuchten Wäldern und steht unter Naturschutz. Also beim Händler/Gärtner Ihres Vertrauens erwerben und damit die Schattenecken aufhübschen! Anzeige - Albrecht Hoch