November – Himalaya-Kissen-Knöterich

Klein, aber oho: er ist einer der hübschesten Bodendecker überhaupt und – leider – noch viel zu selten in unseren Gärten. Das sollte sich unbedingt ändern, der Himalaya-Kissen- Knöterich (Persicaria runcinata) hat einen „Oscar“ als bester Nebendarsteller verdient. Seine Heimat ist Nepal, aber er hat sich bestens bei uns akklimatisiert. Die niedrige, 20 Zentimeter hohe Pflanze bildet mit ihren hübsch gezahnten, frisch grünen Blättchen eine dichte, den Boden perfekt abschließende Decke. Das Laub bildet eine verquirlte teppichtürmige Oberfläche, lebendig und mit interessanter Tiefenwirkung. Das besondere aber sind die hauchzarten kleinen rosafarbenen Blütenköpfchen, die aus dem Grün hervorstrahlen und über dem Blätter-Teppich schweben. Sie blühen unermüdlich, fast dauerhaft von Juni bis in den November hinein. Also eine hinreißende Augenweide in diesem sonst meist trüben Monat. Dieser Knöterich aus der großen Familie der Knöteriche mit rund 100 Arten schätzt sonnige bis halbschattige Standorte, im Winter braucht er bei größerer Kälte einen leichten Schutz aus Laub. Und noch eine gute Nachricht für diesen kleinen Kerl mit Star-Potential: er breitet sich schnell selbst aus. Also eine hinreißende Alternative zu den Klassikern unter den Bodendeckern wie Dickmännchen, Efeu, Teppichspindel oder Immergrün.

Anzeige - Albrecht Hoch